Fachkräftenachwuchs:
Wo MINT gelingt –
und wo es noch hinkt

Der im März 2015 veröffentlichte Ländercheck untersucht anhand von 20 Indikatoren, wie viele zukünftige akademische MINT-Fachkräfte (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) die Hochschulen in den einzelnen Bundesländern ausbilden, wie viel Personal sie dafür zur Verfügung stellen und wie gut sie die Diversität der Studierenden voranbringen.


Mehr MINT-Studierende helfen die Fachkräftebasis zu sichern. Ausreichend wissenschaftliches Personal ist die Voraussetzung für eine hohe Ausbildungsqualität. Und ein hoher Anteil von Frauen und internationalen Studierenden verbreitert die Basis von potenziellen MINT-Studierenden.

Die Deutschlandkarte zeigt, wo sich die einzelnen Bundesländer im Ranking platzieren: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen und Hessen bilden die Spitzengruppe.

Deutschlandkarte


Bewertung


Kategorien

Bewertung
Spitzengruppe

Mittelgruppe

Schlussgruppe
Für das Ranking wurden drei Kategorien betrachtet:

Studierende
Diversität
Wissenschaftler



Fachkräftemangel, Innovationsmotor, fehlende Diversität bei Studierenden und Personal: Die MINT-Fächer sind oft Gegenstand öffentlicher und politischer Diskussionen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften und damit für Disziplinen mit hoher wirtschaftlicher Verwertbarkeit. So beschäftigen innovative Unternehmen einen überdurchschnittlich hohen Anteil von MINT-Akademikern. Die umsatzstärksten und exportorientierten Industriezweige in Deutschland – Maschinenbau, Elektrotechnik und Fahrzeugbau – benötigen insbesondere MINT-Fachkräfte, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Und die Digitalisierung der Wirtschaft, auch in Verbindung mit der industriellen Produktion, macht MINTKompetenzen in der Zukunft besonders wertvoll.

An den Hochschulen haben die MINT-Fächer in den vergangenen fünf Jahren wieder an Beliebtheit gewonnen. Die Zahl der Absolventen in den Ingenieurwissenschaften erhöhte sich beispielsweise um fast die Hälfte. Ein allgemeiner Fachkräftemangel in den MINTBerufen, wie er noch vor ein paar Jahren befürchtet wurde, droht damit eher nicht mehr. Auch die Zahl der Wissenschaftler in Lehre und Forschung an Hochschulen hat zugenommen. In den MIN-Fächern war 2013 rund ein Viertel, in den technischen Fächern sogar ein Drittel mehr wissenschaftliches Personal beschäftigt als 2008.

Bei der Diversität der Studierenden gibt es dagegen noch Handlungsbedarf. So ist der Frauenanteil gerade in den Ingenieurwissenschaften immer noch sehr gering, in den MIN-Fächern ist er sogar rückläufig. Und internationale Studierende entscheiden sich zu selten für ein MINT-Fach. Auch ihr Anteil ist zwischen 2008 und 2013 gesunken.



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Der Ländercheck: Barometer im Wettbewerb der Bundesländer


Der Ländercheck überprüft regelmäßig den Stand und die Wirkungen des föderalen Wettbewerbs auf unterschiedlichen Feldern der akademischen Bildungs- und Innovationspolitik und zeichnet Landkarten Deutschlands, die Orientierungen bieten für politische Standortdebatten.

Der Ländercheck Fachkräftenachwuchs ist eine Initiative des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung.

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Ergebnisse des Länderchecks
im Überblick

Fachkräfteengpässe nach Bundesländern

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Ländercheck kompakt

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Länderchecks

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