Schleswig-Holstein: Schlusslicht bei der
Internationalität der Hochschulen

  • Geringster Anteil an internationalen Studierenden

  • Schwache Teilnahme an internationalen Austauschprogrammen

  • Wenig Internationalität in der Forschung


Schleswig-Holstein belegt im Bundesländervergleich der Internationalität der Hochschulen einen Platz in der Schlussgruppe. Diese Gesamtbewertung beruht auf Bewertungen in drei Feldern der Internationalisierung, aufgeteilt in sieben Teilkategorien. In sechs Kategorien schneiden die Hochschulen des Landes eher schlecht ab, in keiner Kategorie schneidet das Land überdurchschnittlich gut ab. Bei sechs von 20 Indikatoren steht Schleswig-Holstein an letzter Stelle.

Auf dem Campus der Hochschulen in Schleswig-Holstein weht nur wenig internationales Flair. Die Hochschulen des Landes haben von allen Bundesländern den niedrigsten Anteil an ausländischen Studierenden, sowohl bei den Erstsemestern als auch bei den Absolventen. Über internationale Austauschprogramme kommen vergleichsweise wenig Studierende und Wissenschaftler ins Land.

Auch die Forschung ist kaum international ausgerichtet. Die Mittel aus der europäischen Forschungsförderung, die interna-
tionale Kooperationsprojekte unterstützt, liegen unter den Werten der meisten anderen Bundesländer. Die Entwicklung bei der Mehrzahl der Indikatoren zur Internationalität verläuft zudem eher negativ. Positive Entwicklungen gibt es jedoch bei der Zahl an internationalen Promovierenden oder der Nutzung des Erasmus-Programms bei der Entwicklung des Anteils der Outgoing-Studierenden und -Dozenten über die letzten Jahre.

  Campus international

Schleswig-
Holstein
Ungewichteter
Länderdurchschnitt

  Studium und
  Studierende

I.1 Bildungsausländer im ersten
Hochschulsemester, 2010
  9,0% 15,3%
I.2 Veränderung Anteil Bildungsausländer
im ersten Hochschulsemester, 2000-2010
-16,8% 13,2%
I.3 Bildungsausländer Absolventen,
2010
  4,1%   8,9%
I.4 Veränderung Anteil Bildungsausländer
Absolventen, 2000-2010
95,2% 115,7%
I.5 Internationale Studiengänge und
Studiengänge mit Doppelabschluss, 2012
  4,5%   8,1%

  Lehrende und
  Forschende

I.6 Wiss. und künstler. Personal mit ausl. Staatsangehörigkeit, ohne Profs, 2010   8,5%   9,9%
I.7 Veränderung Anteil wissen-
schaftliches Personal, 2006-2010
29,5% 16,0%
I.8 Professoren mit ausländischer
Staatsangehörigkeit, 2010
  4,2%   5,5%
I.9 Veränderung Anteil Professoren,
2006-2010
  8,5% 14,5%

  Internationale Austauschprogramme

Schleswig-
Holstein
Ungewichteter
Länderdurchschnitt

  Erasmus-
  Programm

I.10 Erasmus incoming
Anteil an allen Studierenden, 2009/10
  0,4%   1,1%
I.11 Veränderung Erasmus incoming,
2002/03 – 2009/10
-22,5% 15,2%
I.12 Erasmus outgoing
Anteil an allen Studierenden, 2009/10
  1,3%   1,6%
I.13 Veränderung Erasmus outgoing,
2002/03 – 2009/10
43,7% 25,6%

  DAAD-
  Programme

I.14 DAAD-Projekte: Ausgaben pro
Stud. im 5. und 6. HS-Semester in Euro, 2010
221,7 302,3
I.15 DAAD-geförderte Personen 2010
je Stud. im 5. und 6. HS-Semester
  4,2%   7,6%

  Internationalität der Forschung

Schleswig-
Holstein
Ungewichteter
Länderdurchschnitt

  AvH-Gast-
  wissenschaftler

I.16 AvH-Stipendiaten 2006/2010
je Wissenschaftler
  0,8%   1,3%
I.17 Veränderung AVH-Stipendiaten
2003/07 – 2006/10
-11,3%   3,1%
  EU-Forschungs-
  förderung
I.18 EU-Mittel je Wissenschaftler,
2011 in Euro
2320,2 3668,8

  Internationale
  Promovierende

I.19 Internationale Promovierende
je Professor, 2010
  0,42   0,54
I.20 Veränderung internationale
Promovierende, 2000-2010
174,5% 138,9%
 
 Das Farbschema spiegelt die Bewertung der Indikatorengruppen wider:
blau_5x5
 Spitzengruppe  = Spitzengruppe            Mittelgruppe  = Mittelgruppe            Schlussgruppe  = Schlussgruppe