Nordrhein-Westfalen: Durchschnittliche Ergebnisse
im Vergleich der Internationalität der Hochschulen

  • Wenig internationale Mobilität von Studierenden

  • Hochschulen sind beliebter Standort für internationale Gastwissenschaftler


Nordhein-Westfalen belegt im Bundesländervergleich der Internationalität der Hochschulen einen Platz im Mittelfeld. Diese Gesamtbewertung beruht auf Bewertungen in drei Feldern der Internationalisierung, aufgeteilt in sieben Teilkategorien.
In der Kategorie "Teilnahme am Erasmus-Programm" schneiden die Hochschulen des Landes eher schlecht ab, in der Kategorie "Gastwissenschaftler der Alexander von Humboldt-Stiftung" befinden sie sich in der Spitzengruppe.

Die Hochschulen in Nordrhein-Westfahlen liegen bei der Bewertung ihrer Internationalität oft nahe dem Durchschnitt aller Bundesländer. Beispielsweise liegt der Anteil internationaler Studienanfänger mit 12,4 Prozent etwas unter dem Mittelwert von 15,3 Prozent. Dafür liegt der Wert beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal mit 10,7 Prozent leicht über dem Durchschnitt von 9,9 Prozent.

Deutlichere Abweichungen nach unten gibt es bei der Teilnahme an internationalen Austauschprogrammen. Nur 1,0 Prozent aller Studierenden und Dozenten in Nordrhein-Westfalen geht mithilfe des Erasmus-Programms für eine begrenzte Zeit an eine Hochschule im europäischen Ausland. Das ist der niedrigste Wert aller Bundesländer. Besser steht es dagegen um die Attraktivität der Hochschulen an Rhein und Ruhr für herausragende Wissenschaftler aus dem Ausland. Beim Anteil der Stipendiaten und Preisträger der renommierten Alexander von Humboldt-Stiftung liegt Nordrhein-Westfalen in der Spitzengruppe.

  Campus international

Nordrhein-
Westfalen
Ungewichteter
Länderdurchschnitt

  Studium und
  Studierende

I.1 Bildungsausländer im ersten
Hochschulsemester, 2010
12,4% 15,3%
I.2 Veränderung Anteil Bildungsausländer
im ersten Hochschulsemester, 2000-2010
  4,7% 13,2%
I.3 Bildungsausländer Absolventen,
2010
  7,1%   8,9%
I.4 Veränderung Anteil Bildungsausländer
Absolventen, 2000-2010
102,4% 115,7%
I.5 Internationale Studiengänge und
Studiengänge mit Doppelabschluss, 2012
  4,8%   8,1%

  Lehrende und
  Forschende

I.6 Wiss. und künstler. Personal mit ausl. Staatsangehörigkeit, ohne Profs, 2010 10,7%   9,9%
I.7 Veränderung Anteil wissen-
schaftliches Personal, 2006-2010
  6,3% 16,0%
I.8 Professoren mit ausländischer
Staatsangehörigkeit, 2010
  6,0%   5,5%
I.9 Veränderung Anteil Professoren,
2006-2010
12,4% 14,5%

  Internationale Austauschprogramme

Nordrhein-
Westfalen
Ungewichteter
Länderdurchschnitt

  Erasmus-
  Programm

I.10 Erasmus incoming
Anteil an allen Studierenden, 2009/10
  0,6%   1,1%
I.11 Veränderung Erasmus incoming,
2002/03 – 2009/10
10,3% 15,2%
I.12 Erasmus outgoing
Anteil an allen Studierenden, 2009/10
  1,0%   1,6%
I.13 Veränderung Erasmus outgoing,
2002/03 – 2009/10
51,7% 25,6%

  DAAD-
  Programme

I.14 DAAD-Projekte: Ausgaben pro
Stud. im 5. und 6. HS-Semester in Euro, 2010
244,6 302,3
I.15 DAAD-geförderte Personen 2010
je Stud. im 5. und 6. HS-Semester
  6,1%   7,6%

  Internationalität der Forschung

Nordrhein-
Westfalen
Ungewichteter
Länderdurchschnitt

  AvH-Gast-
  wissenschaftler

I.16 AvH-Stipendiaten 2006/2010
je Wissenschaftler
  1,7%   1,3%
I.17 Veränderung AVH-Stipendiaten
2003/07 – 2006/10
  9,5%   3,1%
  EU-Forschungs-
  förderung
I.18 EU-Mittel je Wissenschaftler,
2011 in Euro
3906,7 3668,8

  Internationale
  Promovierende

I.19 Internationale Promovierende
je Professor, 2010
  0,55   0,54
I.20 Veränderung internationale
Promovierende, 2000-2010
124,4% 138,9%
 
 Das Farbschema spiegelt die Bewertung der Indikatorengruppen wider:
blau_5x5
 Spitzengruppe  = Spitzengruppe            Mittelgruppe  = Mittelgruppe            Schlussgruppe  = Schlussgruppe