Bayern:
Für Humboldt-Gastwissenschaftler attraktiv

  • Geringe Anzahl von internationalen Promovierenden

  • Erasmus-Programm bei Outgoing-Studierenden und -Dozenten sehr beliebt

  • Anteil von Bildungsausländern im ersten Hochschulsemester rückläufig


Bayern belegt im Bundesländervergleich der Internationalität der Hochschulen einen Platz im Mittelfeld. Diese Gesamtbewer- tung beruht auf Bewertungen in drei Feldern der Internationalisierung, aufgeteilt in sieben Teilkategorien. In einer Kategorie schneiden die Hochschulen des Landes eher schlecht ab, in zwei Kategorien befindet sie sich in der Spitzengruppe.

Trotz forschungsstarker Universitäten wie der Technischen Universität sowie der Ludwig-Maximilians-Universität in München sind die Hochschulen in Bayern im Durchschnitt eher wenig attraktiv für internationale Promovierende. Statistisch gesehen kommen hier auf einen Professor nur 0,3 internationale Doktoranden, in Berlin beispielsweise ist dieser Wert mehr als dreimal so hoch. Auch bei der Entwicklung des Anteils internationaler Promovierender in den letzten zehn Jahren schneiden die bayerischen Hochschulen unterdurchschnittlich ab.

Die Stärken des Landes liegen dagegen im internationalen Austausch bei Erasmusstudierenden und -dozenten und beim Anteil von Humboldt-Gastwissenschaftlern, gleichwohl ihr Anteil im Verlauf der letzten Jahre leicht rückläufig war. Des Weiteren sind ein hoher Anteil des internationalen wissenschaftlichen und künstlerischen Personals sowie relativ viele ausländische Professoren bemerkenswert.

  Campus international

Bayern Ungewichteter
Länderdurchschnitt

  Studium und
  Studierende

I.1 Bildungsausländer im ersten
Hochschulsemester, 2010
13,5% 15,3%
I.2 Veränderung Anteil Bildungsausländer
im ersten Hochschulsemester, 2000-2010
-12,0% 13,2%
I.3 Bildungsausländer Absolventen,
2010
  7,2%   8,9%
I.4 Veränderung Anteil Bildungsausländer
Absolventen, 2000-2010
108,4% 115,7%
I.5 Internationale Studiengänge und
Studiengänge mit Doppelabschluss, 2012
  6,3%   8,1%

  Lehrende und
  Forschende

I.6 Wiss. und künstler. Personal mit ausl. Staatsangehörigkeit, ohne Profs, 2010 11,1%   9,9%
I.7 Veränderung Anteil wissen-
schaftliches Personal, 2006-2010
  7,0% 16,0%
I.8 Professoren mit ausländischer
Staatsangehörigkeit, 2010
  6,3%   5,5%
I.9 Veränderung Anteil Professoren,
2006-2010
  1,6% 14,5%

  Internationale Austauschprogramme

Bayern Ungewichteter
Länderdurchschnitt

  Erasmus-
  Programm

I.10 Erasmus incoming
Anteil an allen Studierenden, 2009/10
  1,1%   1,1%
I.11 Veränderung Erasmus incoming,
2002/03 – 2009/10
  8,2% 15,2%
I.12 Erasmus outgoing
Anteil an allen Studierenden, 2009/10
  2,0%   1,6%
I.13 Veränderung Erasmus outgoing,
2002/03 – 2009/10
38,7% 25,6%

  DAAD-
  Programme

I.14 DAAD-Projekte: Ausgaben pro
Stud. im 5. und 6. HS-Semester in Euro, 2010
266,3 302,3
I.15 DAAD-geförderte Personen 2010
je Stud. im 5. und 6. HS-Semester, 2010
  6,7%   7,6%

  Internationalität der Forschung

Bayern Ungewichteter
Länderdurchschnitt

  AvH-Gast-
  wissenschaftler

I.16 AvH-Stipendiaten 2006/2010
je Wissenschaftler
  2,0%   1,3%
I.17 Veränderung AVH-Stipendiaten
2003/07 – 2006/10
-0,8%   3,1%
  EU-Forschungs-
  förderung
I.18 EU-Mittel je Wissenschaftler,
2011 in Euro
4342,5 3668,8

  Internationale
  Promovierende

I.19 Internationale Promovierende
je Professor, 2010
  0,31   0,54
I.20 Veränderung internationale
Promovierende, 2000-2010
60,8% 138,9%
 
 Das Farbschema spiegelt die Bewertung der Indikatorengruppen wider:
blau_5x5
 Spitzengruppe  = Spitzengruppe            Mittelgruppe  = Mittelgruppe            Schlussgruppe  = Schlussgruppe