Baden-Württemberg:
Wenig Internationalität auf dem Campus

  • Geringster Anstieg bei ausländischen Hochschulabsolventen

  • Zahl ausländischer Wissenschaftler rückläufig

  • Gute Ergebnisse bei EU-Forschungsförderung


Baden-Württemberg belegt im Bundesländervergleich der Internationalität der Hochschulen einen Platz im Mittelfeld. Diese Gesamtbewertung beruht auf Bewertungen in drei Feldern der Internationalisierung, aufgeteilt in sieben Teilkategorien. In zwei Kategorien schneiden die Hochschulen des Landes eher schlecht ab, in zwei weiteren Kategorien befinden sie sich in der Spitzengruppe.

Trotz forschungsstarker Universitäten und traditionsreicher Studienorte wie Heidelberg und Tübingen sind die Hochschulen in Baden-Württemberg im Durchschnitt eher wenig attraktiv für internationale Studierende und Wissenschaftler. Bei vielen Kennzahlen, etwa bei den Anteilen an Bildungsausländern und Gastwissenschaftlern der renommierten Alexander von
Humboldt-Stiftung, erreichen sie nur durchschnittliche Werte. Darüber hinaus ist die Entwicklung weniger dynamisch als in anderen Bundesländern. So erreicht Baden-Württemberg den geringsten Anstieg aller Länder bei ausländischen Hochschulabsolventen und ist Schlusslicht bei der Veränderung von internationalem Personal in Forschung und Lehre.

Die Stärken des Landes liegen dagegen im internationalen Austausch bei Erasmusstudierenden und -dozenten, die eine Zeit im Ausland verbringen, und insbesondere in einer hohen Erfolgsquote bei der Einwerbung von Drittmitteln für die Forschung aus EU-Förderprogrammen.


  Campus international

Baden-
Württemberg
Ungewichteter
Länderdurchschnitt

  Studium und
  Studierende

I.1 Bildungsausländer im ersten
Hochschulsemester, 2010
16,2% 15,3%
I.2 Veränderung Anteil Bildungsausländer
im ersten Hochschulsemester, 2000-2010
-16,0% 13,2%
I.3 Bildungsausländer Absolventen,
2010
  8,4%   8,9%
I.4 Veränderung Anteil Bildungsausländer
Absolventen, 2000-2010
55,4% 115,7%
I.5 Internationale Studiengänge und
Studiengänge mit Doppelabschluss, 2012
  7,1%   8,1%

  Lehrende und
  Forschende

I.6 Wiss. und künstler. Personal mit ausl. Staatsangehörigkeit, ohne Profs, 2010 10,5%   9,9%
I.7 Veränderung Anteil wissen-
schaftliches Personal, 2006-2010
-8,3% 16,0%
I.8 Professoren mit ausländischer
Staatsangehörigkeit, 2010
  6,7%   5,5%
I.9 Veränderung Anteil Professoren,
2006-2010
-5,5% 14,5%

  Internationale Austauschprogramme

Baden-
Württemberg
Ungewichteter
Länderdurchschnitt

  Erasmus-
  Programm

I.10 Erasmus incoming
Anteil an allen Studierenden, 2009/10
  1,2%   1,1%
I.11 Veränderung Erasmus incoming,
2002/03 – 2009/10
12,8% 15,2%
I.12 Erasmus outgoing
Anteil an allen Studierenden, 2009/10
  1,9%   1,6%
I.13 Veränderung Erasmus outgoing,
2002/03 – 2009/10
43,7% 25,6%

  DAAD-
  Programme

I.14 DAAD-Projekte: Ausgaben pro
Stud. im 5. und 6. HS-Semester in Euro, 2010
266,2 302,3
I.15 DAAD-geförderte Personen
je Stud. im 5. und 6. HS-Semester, 2010
  8,3%   7,6%

  Internationalität der Forschung

Baden-
Württemberg
Ungewichteter
Länderdurchschnitt

  AvH-Gast-
  wissenschaftler

I.16 AvH-Stipendiaten 2006/2010
je Wissenschaftler
  1,5%   1,3%
I.17 Veränderung AVH-Stipendiaten
2003/07 – 2006/10
-3,9%   3,1%
  EU-Forschungs-
  förderung
I.18 EU-Mittel je Wissenschaftler,
2011 in Euro
5141,5 3668,8

  Internationale
  Promovierende

I.19 Internationale Promovierende
je Professor, 2010
  0,46   0,54
I.20 Veränderung internationale
Promovierende, 2000-2010
126,7% 138,9%
 
 Das Farbschema spiegelt die Bewertung der Indikatorengruppen wider:
blau_5x5
 Spitzengruppe  = Spitzengruppe            Mittelgruppe  = Mittelgruppe            Schlussgruppe  = Schlussgruppe