Hessen

  • Geringster Anteil an Mitarbeitern in der Gründungsförderung, aber hoher Anteil an langfristigen Planstellen

  • Deutliche Zuordnung der Gründungsthematik im Rektorat und viele Hochschulen mit Transferstrategie

  • Unterdurchschnittliche Ergebnisse in der Gründungssensibilisierung: Sehr wenige gründungsrelevante Veranstaltungen


Hessen belegt im Bundesländervergleich der Gründungsförderung der Hochschulen einen Platz im unteren Mittelfeld. Diese Gesamtbewertung beruht auf Bewertungen von 13 Indikatoren in drei Feldern der Gründungsförderung. In vier Kategorien schneiden die Hochschulen des Landes Hessen besser als der Durchschnitt ab, in sieben Kategorien befinden sie sich im unteren Mittelfeld und in der Schlussgruppe.

Hochschulen in Hessen sorgen formal für einige Faktoren, die zu einem erfolgreichen Gründungsklima an Hochschulen beitragen können: Der Anteil an Planstellen liegt deutlich über dem Durchschnitt, die Finanzierung der Mitarbeiter, die sich mit Gründungsförderung befassen, ist also langfristig angelegt; sie verankern das Grünungsthema überdurchschnittlich häufig in einer Transferstrategie und Verorten das Thema Gründung im Rektorat. Bei konkreteren Maßnahmen sind die Hochschulen des Landes aber zurückhaltender. So haben nur unterdurchschnittliche 21,4 Prozent der Hochschulen einen Gründungslehrstuhl. Und mit dem Budget von 6,70 Euro, das die Hochschulen je Studierenden für Gründungsförderung verwenden, erreichen sie nur die Schlussgruppe im Ländervergleich. Das liegt auch an der geringen Zahl an Mitarbeitern in der Gründungsförderung. Nur 0,1 Stellen je 1.000 Hochschulmitarbeiter ist der geringste Wert aller Bundesländer.

Besonderen Entwicklungsbedarf gibt es auch bei Maßnahmen für die Gründungssensibilisierung: Es werden durchschnittlich 0,8 Semesterwochenstunden an gründungsrelevanten Pflichtveranstaltungen je 100 Studierende angeboten; im Länderdurchschnitt sind es rund zwei Mal mehr. Daneben erreichen Sie mit gründungsrelevanten Wahlpflichtveranstaltungen, Ideenwettbewerben und Studierendeninitiativen deutlich unterdurchschnittliche Ergebnisse hinsichtlich ihrer Gründungssensibilisierung.

Kategorie Indikatoren     Hessen    
 
  Ungewichteter Durchschnitt über
Bundesländer
weiss
Verankerung I. 1 Budget je Studierenden (in Euro) 6,7 44,5
I. 2 Anteil der Planstellen von Mitarbeitern in der Gründungsförderung (in Prozent) 83,0 50,2
I. 3 Hochschulen mit Gründungslehrstuhl
(in Prozent)
21,4 26,0
I. 4 Hochschulen mit Transferstrategie
(in Prozent)
57,1 42,2
I. 5 Hochschulen mit Zuordnung von Gründungsförderung im Rektorat
(in Prozent)
28,5 13,9
I. 6 Hochschulen mit Dokumentation der Ausgründungen (in Prozent) 37,5 66,3
weiss
Sensibilisierung I. 7 Gründungsrelevante Pflichtveranstaltungen (SWS je 100 Studierende) 0,8 1,5
I. 8 Gründungsrelevante Wahlpflichtveranstaltungen
(SWS je 100 Studierende)
0,6 2,3
I. 9 Gründungs- bzw. Ideenwettbewerbe
(je Hochschule)
0,5 1,6
I. 10 Gründungsrelevante Studierendeninitiativen
(je Hochschule)
0,5 0,8
weiss
Beratung und Ausgründungen I. 11 Zahl der betreuten Gründungsprojekte
(je 1.000 Studierende)
x 5,9
I. 12 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) in der Gründungsförderung (je 1.000 Mitarbeiter) 0,1 0,4
I. 13 Anteil der Hochschulen mit Unterstützung bei der Gründungsfinanzierung (in Prozent) 25,0 17,1
I. 14 Zahl der Ausgründungen
(je 1.000 Studierende)
x 2,6
I. 15 Erfolgreiche Anträge bei Förderprogrammen
(je 1.000 Studierende)
0,1 0,3
weiss
 Das Farbschema spiegelt die Bewertung der Indikatoren wider:
blau_5x5
 Spitzengruppe  = Spitzengruppe            Mittelgruppe  = Mittelgruppe            Schlussgruppe  = Schlussgruppe