Bremen

  • Unterdurchschnittlicher Anteil an Mitarbeitern in der Gründungsförderung, aber höchster Anteil an langfristigen Planstellen

  • Höchster Anteil an Hochschulen mit systematischer Dokumentation der Ausgründungen, jedoch dabei geringste Zahl an Ausgründungen

  • Geringstes Budget je Studierenden und wenig betreute Gründungsvorhaben


Bremen belegt im Bundesländervergleich der Gründungsförderung der Hochschulen einen Platz im Mittelfeld. Diese Gesamtbewertung beruht auf Bewertungen von 15 Indikatoren in drei Feldern der Gründungsförderung. In fünf Kategorien schneiden die Hochschulen des Landes besser als der Durchschnitt ab, in sieben Kategorien befinden sie sich jedoch im unteren Mittelfeld beziehungsweise in der Schlussgruppe.

An Bremer Hochschulen sind 100 Prozent der Mitarbeiter in der Gründungsförderung auf Planstellen angesiedelt und sind somit nicht von temporär eingeworbenen Drittmitteln abhängig. Das erreicht kein anderes Bundesland. Im Länderdurchschnitt hat gerade einmal die Hälfte der Mitarbeiter eine Planstelle inne Doch der Preis für diese nachhaltige Finanzierung ist das geringe Stellenvolumen in der Gründungsförderung. Der Anteil der Mitarbeiter, die sich mit Gründungsthemen befassen, liegt nur bei rund der Hälfte des Länderdurchschnitts. Damit einhergehen eine geringe Zahl an betreuten Gründungsprojekten und eine geringe Anzahl an tatsächlichen Ausgründungen. Bei beiden Indikatoren liegt die Hansestadt hinter allen anderen Bundesländern.

Gut stehen die Bremer Hochschulen dagegen bei der institutionellen Verankerung der Gründungsförderung dar. Hochschulen in Bremen haben häufig das Thema Gründung auch einem Mitglied des Rektorats zugeordnet und sorgen darüber hinaus im Ländervergleich überdurchschnittlich oft für eine Unterstützung der Gründungsfinanzierung. Doch die bereitgestellten Mittel sind insgesamt gering. Das Budget je Studierenden an Hochschulen im Bremen liegt durchschnittlich bei 6,40 Euro, im Länderdurchschnitt dagegen bei 44,50 Euro. In keinem Bundesland investieren Hochschulen so wenig in Wissenstransfer durch Existenzgründung.

Kategorie Indikatoren     Bremen    
    
  Ungewichteter Durchschnitt über
Bundesländer
weiss
Verankerung I. 1 Budget je Studierenden (in Euro) 6,4 44,5
I. 2 Anteil der Planstellen von Mitarbeitern in der Gründungsförderung (in Prozent) 100,0 50,2
I. 3 Hochschulen mit Gründungslehrstuhl
(in Prozent)
28,6 26,0
I. 4 Hochschulen mit Transferstrategie
(in Prozent)
25,0 42,2
I. 5 Hochschulen mit Zuordnung von Gründungsförderung im Rektorat
(in Prozent)
25,0 13,9
I. 6 Hochschulen mit Dokumentation der Ausgründungen (in Prozent) 100,0 66,3
weiss
Sensibilisierung I. 7 Gründungsrelevante Pflichtveranstaltungen (SWS je 100 Studierende) 0,6 1,5
I. 8 Gründungsrelevante Wahlpflichtveranstaltungen
(SWS je 100 Studierende)
1,6 2,3
I. 9 Gründungs- bzw. Ideenwettbewerbe
(je Hochschule)
2,0 1,6
I. 10 Gründungsrelevante Studierendeninitiativen
(je Hochschule)
0,5 0,8
weiss
Beratung und Ausgründungen I. 11 Zahl der betreuten Gründungsprojekte
(je 1.000 Studierende)
2,0 5,9
I. 12 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) in der Gründungsförderung (je 1.000 Mitarbeiter) 0,2 0,4
I. 13 Anteil der Hochschulen mit Unterstützung bei der Gründungsfinanzierung (in Prozent) 25,0 17,1
I. 14 Zahl der Ausgründungen
(je 1.000 Studierende)
0,5 2,6
I. 15 Erfolgreiche Anträge bei Förderprogrammen
(je 1.000 Studierende)
0,5 0,3
weiss
 Das Farbschema spiegelt die Bewertung der Indikatoren wider:
blau_5x5
 Spitzengruppe  = Spitzengruppe            Mittelgruppe  = Mittelgruppe            Schlussgruppe  = Schlussgruppe