Hamburg

  • Hamburg gehört zur Schlussgruppe im Bundesländervergleich zum Drittmittelwettbewerb

  • Größter Anteil der Drittmittelfinanzierung durch DFG und EU-Förderung

  • Stark unterdurchschnittliches Drittmittelvolumen durch Private, ohne positive Veränderungsraten


Vergleicht man die Erfolge der Bundesländer im Drittmittelwettbewerb, so liegt Hamburg in der Schlussgruppe. Dieses Ergeb-
nis ergibt sich aus den deutlich unterdurchschnittlichen Drittmittelanteilen sowohl der Bund und Länder, als auch der privaten
Geber. Auch die Veränderungsraten sind diesbezüglich stark unterdimensioniert.

Kategorie Indikatoren Hamburg
                
  Durchschnitt über
Bundesländer
weiss
DFG-Förderung I. 1 Verhältnis der DFG-Mittel zu Grundmitteln
in Prozent, 2010
11,9 9,4
I. 2 Jährliche Veränderungsrate DFG-Mittel zu
Grundmitteln in Prozent, 2000-2010
9,5 7,0
weiss
Öffentliche
Programmförderung
I. 3 Verhältnis der Bund-Länder-Mittel zu
Grundmitteln in Prozent, 2010
4,8 8,2
I. 4 Jährliche Veränderungsrate Bund-Länder-
Mittel zu Grundmitteln in Prozent, 2000-2010
-0,3 4,9
I. 5 Verhältnis der EU-/internationalen
Mittel zu Grundmitteln in Prozent, 2010
7,1 3,1
I. 6 Jährliche Veränderungsrate EU-/interna-
tionale Mittel zu Grundmitteln in Prozent, 2000-2010
21,0 6,6
weiss
Private Drittmittel I. 7 Verhältnis der Drittmittel der Wirtschaft zu
Grundmitteln in Prozent, 2010
1,8 5,6
I. 8 Jährliche Veränderungsrate Drittmittel
der Wirtschaft zu Grundmitteln
in Prozent, 2000-2010
0,0 2,5
I. 9 Verhältnis der Stiftungsmittel zu Grund-
mitteln in Prozent, 2010
0,4 1,8
I. 10 Jährliche Veränderungsrate Stiftungsmittel
zu Grundmitteln in Prozent, 2000-2010
-10,3 6,8
weiss
 Das Farbschema spiegelt die Bewertung der Indikatoren wider:
blau_5x5
 Spitzengruppe  = Spitzengruppe            Mittelgruppe  = Mittelgruppe            Schlussgruppe  = Schlussgruppe


Die Drittmittelerfolge in Hamburg machen einen sichtbaren Spagat: Gemessen an den Grundmitteln kann der Stadtstaat einerseits einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Drittmitteln sowohl von der DFG (11,9 Prozent) als auch von der EU
(7,1 Prozent) einwerben. Hinsichtlich beider Drittmittelquellen liegt Hamburg an erster Position im Ländervergleich und auch die jährlichen Veränderungsraten sind hier mit 9,5 Prozent respektive 21 Prozent überdurchschnittlich hoch.

Daneben zeigt sich jedoch andererseits, dass sowohl die Bund-Länder-Mittel als auch die privaten Drittmittel zum einen einen sehr niedrigen Anteil an der Drittmittelfinanzierung Hamburgs ausmachen, sich zum anderen auch seit 2000 nicht entwickeln und stagnieren. Der Anteil der Drittmittel von Bund und Ländern liegt in Hamburg bei 4,6 Prozent, im Bundesdurchschnitt bei 8,2 Prozent; aus der Wirtschaft bei 1,8 Prozent, im Bundesdurchschnitt bei 5,6 Prozent. Der Anteil der Drittmittel von Stiftun-
gen liegt in Hamburg bei 0,4 Prozent, der Bundesdurchschnitt bei 1,8 Prozent. Hier bildet Hamburg in jeder Hinsicht das Schlusslicht im Ländervergleich.

Hintergrund: Die Hochschulen Hamburgs hatten im Jahr 2000, gemessen pro Professor, eine recht unterdurchschnittliche Ausstattung mit Grundmitteln. Die Hochschulen verfügten hier über 305.000 Euro Grundmittel pro Professor. In den folgenden Jahren wurde ein wenig mehr investiert: Das Grundmittelvolumen stieg bis 2010 insgesamt um 28 Prozent; damit liegt Ham-
burg leicht über dem Durchschnitt. Die durchschnittliche Grundmittelentwicklung über alle Bundesländer hinweg liegt zwischen 2000 und 2010 bei 23 Prozent.