Ländercheck:
Auswirkungen von Studiengebühren
Im Vergleich der Bundesländer mit und ohne Studiengebühren lassen
sich kaum Belege für eine abschreckende Wirkung der Gebühren finden.
Das gilt sowohl für zahlenmäßige Veränderungen bei den Studierenden
als auch für die Entwicklung der sozialen Zusammensetzung.
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Kategorien |
Bewertung |
Entwicklungder Studierenzahlen Soziale Zusammensetzungder Studentenschaft |
Spitzengruppe Mittelgruppe Schlussgruppe |
Der Ländercheck: Barometer im Wettbewerb der BundesländerDer Ländercheck überprüft regelmäßig den Stand und die Wirkungen des föderalen Wettbewerbs auf unterschiedlichen Feldern der akademischen Bildungs- und Innovationspolitik und zeichnet Landkarten Deutschlands, die Orientierungen bieten für politische Standortdebatten. Der Ländercheck ist eine Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. |
Ergebnisse des Länderchecks
im Überblick
Hamburg ist der Gewinner des
Länderchecks unter den west-
deutschen Ländern. Der Stadtstaat
konnte sowohl mehr Studierende
insgesamt anziehen als auch die
Beteiligung finanziell schlechter ge-
stellter oder bildungsferner Gruppen
verbessern – trotz Studiengebühren.
Eine negative Studierenden-
entwicklung zeigt sich in drei
Bundesländern. Neben Bremen
und Rheinland-Pfalz zählt Nieder-
sachsen als einziges Gebühren-
land zu den Verlierern des Län-
derchecks. Die ostdeutschen
Bundesländer schneiden – auch
aufgrund anderer Ausgangsbe-
dingungen – insgesamt gut ab.
Besonders bei der sozialen Zu-
sammensetzung können sie
Ungleichheiten abbauen und zum
Westen aufschließen. Thüringen
und Brandenburg sind neben Ham-
burg die Länder mit der positivs-
ten Studierendenentwicklung.
Eine abschreckende Wirkung
von Studiengebühren ist im Ver-
gleich der Bundesländer nicht zu
erkennen. Zwar lassen sich deut-
liche Unterschiede zwischen den
Bundesländern bei der Entwick-
lung von Studierendenzahlen und
der sozialen Zusammensetzung
ausmachen. Vorteilhafte und
nachteilige Entwicklungen treffen
aber Gebührenländer und Länder
ohne allgemeine Studiengebühren
in ähnlichem Maße.
Länderchecks unter den west-
deutschen Ländern. Der Stadtstaat
konnte sowohl mehr Studierende
insgesamt anziehen als auch die
Beteiligung finanziell schlechter ge-
stellter oder bildungsferner Gruppen
verbessern – trotz Studiengebühren.
Eine negative Studierenden-
entwicklung zeigt sich in drei
Bundesländern. Neben Bremen
und Rheinland-Pfalz zählt Nieder-
sachsen als einziges Gebühren-
land zu den Verlierern des Län-
derchecks. Die ostdeutschen
Bundesländer schneiden – auch
aufgrund anderer Ausgangsbe-
dingungen – insgesamt gut ab.
Besonders bei der sozialen Zu-
sammensetzung können sie
Ungleichheiten abbauen und zum
Westen aufschließen. Thüringen
und Brandenburg sind neben Ham-
burg die Länder mit der positivs-
ten Studierendenentwicklung.
Eine abschreckende Wirkung
von Studiengebühren ist im Ver-
gleich der Bundesländer nicht zu
erkennen. Zwar lassen sich deut-
liche Unterschiede zwischen den
Bundesländern bei der Entwick-
lung von Studierendenzahlen und
der sozialen Zusammensetzung
ausmachen. Vorteilhafte und
nachteilige Entwicklungen treffen
aber Gebührenländer und Länder
ohne allgemeine Studiengebühren
in ähnlichem Maße.
Entwicklung
Soziale Zusammensetzung
Spitzengruppe
Mittelgruppe
Schlussgruppe
Der Ländercheck ist eine Initiative des