Ländercheck Forschung:
Haushaltspriorität –
Wie viel den Ländern FuE wert ist

 
Haushaltspriorität für FuE in den Bundesländern (Grafik)


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LinkKapitel zu den Forschungsausgaben in der
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Forschungsausgaben der Länder

Öffentliche Mittel in Forschung zu investieren fällt leichter,
wenn die öffentlichen Haushalte nicht allzu klamm sind.
Strukturschwachen Ländern und Ländern mit angespann-
ter Haushaltslage gelingt es dagegen schwerer, Mittel für
Forschung bereit zu stellen, die dann in anderen Bereichen
fehlen.

Die Höhe der FuE-Aufwendungen eines Landes sagt also
noch nicht unmittelbar etwas über die Priorität aus, die die
Landespolitik dem Thema beimisst. Ein besserer Indikator
für die Wertigkeit von Forschung ist der Anteil der For-
schungsausgaben an den Gesamtausgaben der Länder.
Denn dieser Anteil zeigt, wie gut sich die Wissenschafts-
förderung im Streit der Ressorts um die Höhe der Einzel-
haushalte durchsetzen konnte.

2007 wendeten die Bundesländer im Mittel 3,3% ihrer ge-
samten Nettoausgaben für FuE auf. Die höchste Haushalts-
priorität hat Forschung in Sachsen. 5,9% der Nettoaus-
gaben fließen in FuE. Thüringen, Bayern, Baden-Württem-
berg und Berlin folgen mit Werten von 4% und mehr.
Weniger Vorrang genießt die Forschung in den öffentli-
chen Haushalten von Hamburg, Hessen, Brandenburg
und Bremen. Diese Länder halten weniger als 3% ihrer
Nettoausgaben für FuE bereit.


Forschungsausgaben des Bundes

Die Landesmittel werden durch die Ausgaben des
Bundes ergänzt. Insgesamt hat der Bund im Jahr 2007
– übergreifend über alle Ministerien – Mittel in Höhe
von über 9 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung
zur Verfügung gestellt.

Damit übertreffen die Bundesausgaben geringfügig die
Summe der Ausgaben der Länder. Die Bedeutung der
Bundesmittel im Verhältnis zu den Landesmittel variiert
jedoch stark. Einzelne Bundesländer erhalten deutlich
mehr aus Bundesmitteln als sie selbst für FuE ausgeben.
Rund zwei von drei Euro, die aus öffentlichen Mitteln für
FuE in Bremen und Hamburg bereitstehen, kommen aus
dem Bundeshaushalt. In Rheinland-Pfalz ist es jedoch
nur jeder Dritte Euro, der nicht aus Landesmitteln
gespeist wird.