Ländercheck Forschung:
Öffentliche Forschung an
außeruniversitären Forschungseinrichtungen
![]() Spitzengruppe Mittelgruppe SchlussgruppeIndikatoren Zur Bewertung der Forschung an außeruniversitären For- schungseinrichtungen nutzt der Ländercheck zwei gleich gewichtete Indikatoren: ![]() FuE-Bestand 2007 FuE-Dynamik 1997-2007Details zu Aufbau und Indikatoren des Länderchecks |
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Kapitel zur öffentlichen Forschung in derDruckfassung des Länderchecks (PDF, 1,8 MB) |
Die Bewertungskategorie
Jeder dritte Euro, der in Deutschland für Forschung und
Entwicklung (FuE) aufgewendet wird, landet in einer
Forschungseinrichtung aus dem öffentlichen Bereich.
Neben Hochschulen sind außeruniversitäre FuE-Einrich-
tungen die zweite Säule öffentlicher Forschung. Deren
Aufgaben sowie Forschungsziele, und -themen sind
äußerst vielfältig. Viele Spitzenforscher arbeiten an
den renommierten Instituten, etwa in denen der Max-
Planck-Gesellschaft, um neue Wissensgrundlagen zu
entwickeln. Anwendungsorientierte Forschung an der
Schnittstelle Wirtschaft – Wissenschaft ist die Spezia-
lität der Fraunhofer Institute. Ressortforschungsein-
richtungen beraten direkt Regierung und Politik, wie
etwa das Robert-Koch Institut in Berlin, das Maßnah-
men und Entwicklungen im Bereich Gesundheit be-
wertet und analysiert. Hinzu kommen weitere private
Institute ohne Erwerbszweck, wie etwa die Wirtschafts-
forschungsinstitute, die der Allgemeinheit mit Forschung
und wissenschaftlichen Analysen dienen.
Mit 8,5 Mrd. Euro werden in der außeruniversitären
Forschung fast ebensoviel Mittel für FuE aufgewandt
wie an den Hochschulen. Der thematische Fokus liegt
in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Gut drei
Viertel der Aufwendungen werden in diesen beiden
Bereichen getätigt. Gemessen an Personal und FuE-
Aufwendungen wächst die außeruniversitäre Forschung
zudem schneller als die an den Hochschulen. 2007 wur-
den rund 10% mehr Forscher beschäftigt als 1997
(Hochschulen: 3%), die FuE-Aufwendungen stiegen
um 36% (Hochschulen 29%).
Die Ergebnisse des Länderchecks
Bei der Betrachtung der FuE-Indikatoren des Länder-checks (FuE-Aufwendungen und Personal) zeigt sich
auf Ebene der Bundesländer ein differenziertes Bild.
Bremen erreicht die beste Gesamtbewertung. Es fol-
gen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, das
Saarland und Sachsen. Der wirtschaftsstarke Süden
schneidet dagegen unterdurchschnittlich ab. Hessen,
Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein bilden die
Schlussgruppe.
Vernachlässigt man die Dynamik-Indikatoren aus dem
Länderckeck und richtet den Blick nur auf die aktuellen
Zahlen, dann ist Berlin noch immer die Hauptstadt der
außeruniversitären Forschung. Der Anteil der FuE-Auf-
wendungen am Bruttoinlandprodukt beträgt 1,1%.
Das ist fast drei Mal mehr als im Durchschnitt der
Bundesländer. Nach dieser Bewertung schneiden auch
andere ostdeutsche Länder überdurchschnittlich ab.
Dagegen finden sich die wirtschaftlich starken Bundes-
länder aus Süd und West am Ende der Rangliste der
außeruniversitären, öffentlichen FuE-Aufwendungen
wieder. Es scheint also einen gewissen Strukturaus-
gleich durch die Verteilung der staatlichen Mittel in
außeruniversitärer Forschung zu geben. Die geringsten
Aufwendungen erreichen beispielsweise Hessen und
Rheinland-Pfalz mit einem Anteil der FuE am BIP von
weniger als 0,2%. Das ist nicht einmal die Hälfte des
durchschnittlichen Niveaus der Bundesländer.

Spitzengruppe
Mittelgruppe
Schlussgruppe
FuE-Bestand 2007
FuE-Dynamik 1997-2007