Ländercheck Bologna:
Studentische Mobilität und globale Attraktivität


 Studentische Mobilität und globale Attraktivität - Gesamtrating (Grafik)
spitzengruppeSpitzengruppe      mittelgruppeMittelgruppe      schlussgruppeSchlussgruppe


Indikatoren
Zur Bewertung nutzt der Ländercheck zwei Indikatoren-
gruppen: "Studentische Mobilität" fließt mit einer Ge-
wichtung von 67%, "Globale Attraktivität“ mit 33% ein.

Teilindikator 1Studentische Mobilität
Indikatoren: Erasmus Studierende Outgoing
aktuell, Durchschnitt Erasmus Studierende Outgoing
seit 2002, Erasmus Studierende Incoming aktuell,
Durchschnitt Erasmus Studierende Incoming seit
2002 (je 25%)

Teilindikator 2Globale Attraktivität
Indikatoren: Bildungsausländer in BA- und
MA-Studiengängen, Anteil englischsprachiger
Studiengänge (je 50%)


Details zu Aufbau und Indikatoren des Länderchecks



PDF-Download
LinkKapitel zu Studentischer Mobilität und Globaler Attraktivität
in der Druckfassung des Länderchecks
(1,1 MB)

Die Bolognaziele

Der Bolognaprozess soll zu einem starken, gemeinsamen
europäischen Hochschulraum führen. Dieser soll sich vor
allem durch zwei Aspekte auszeichnen: Möglichst viele
Studierende sollen einen Teil ihres Studiums im europä-
ischen Ausland verbringen und der Europäische Hoch-
schulraum soll für qualifizierte Studierende, aber auch
für die besten Forscher aus aller Welt ein attraktiver
Standort sein.

Die Europäische Union fördert den Studentenaustausch
innerhalb Europas in großem Umfang. Insgesamt wur-
den im Studienjahr 2007/08 etwa 180.000 Auslands-
aufenthalte durch das Erasmus-Programm unterstützt.
Deutschland ist hier ganz westlich beteiligt. Mehr als
25.000 deutsche Studierende gehen mit Erasmus
jährlich ins Ausland, rund 20.000 Ausländer kommen
mit dem Programm nach Deutschland.

Auch für Studieninteressierte aus dem nichteuro-
päischen Ausland sind Deutschlands Hochschulen
attraktiv. Insgesamt sind 10 Prozent der Studieren-
den so genannte Bildungsausländer. Dieser Perso-
nenkreis, der seine Hochschulberechtigung außer-
halb Deutschlands erworben hat, kann als Grad-
messer für die globale Attraktivität der Hoch-
schulen für internationale Studierende gelten.

Die Ergebnisse des Länderchecks

In den meisten Bundesländern liegt die studentische
Mobilität aktuell über dem Schnitt der vergangenen
fünf Jahre. Das bedeutet: Insgesamt hat sich die
Mobilität erhöht.

Jedoch zeigen sich große Unterschiede zwischen
den Bundesländern. So gehen in Brandenburg und
Bremen 1,9 Prozent aller Studierenden mit Hilfe
des Erasmus-Programms an eine Hochschule im
Ausland. In Nordrhein-Westfahlen und Mecklen-
burg-Vorpommern ist der Anteil nur halb so hoch.
In Bremen ist mit 15,7 Prozent auch der Anteil
der Bildungsausländer insgesamt am höchsten.
Schleswig-Holstein kommt hier nur auf einen
Wert von 6 Prozent.

In der Gesamtbewertung schneiden Berlin und
Brandenburg am besten ab. Aber auch Baden-
Württemberg, Bremen, das Saarland und Sachsen
sind international gut aufgestellt. Im Norden ist die
studentische Mobilität (mit Ausnahme Bremens)
unterdurchschnittlich: Hamburg, Mecklenburg-
Vorpommern und Schleswig-Holstein sind in
der Schlussgruppe. Dazu zählen auch Hessen,
Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nordrhein-
Westfalen liegt vor allem wegen der geringen
Mobilität der Studierenden in der Gesamt-
bewertung am Ende der Skala.