Ländercheck Bologna:
Praxisbezug und Lebenslanges Lernen
![]() Spitzengruppe Mittelgruppe SchlussgruppeIndikatoren Zur Bewertung nutzt der Ländercheck zwei gleich gewichtete Indikatorengruppen: ![]() PraxisbezugPraxissemester, Ergebnisse des CHE/dapm-Employ- ability Ratings, Anteil dualer Studiengänge (je 33%) Lebenslanges Lernenweiterbildender Master (je 50%) Details zu Aufbau und Indikatoren des Länderchecks |
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Kapitel zu Praxisbezug und Lebenslangem Lernen inder Druckfassung des Länderchecks (888 kB) |
Die Bolognaziele
Der Bolognaprozess will die Employability der Studie-
renden im Sinne einer Berufsbefähigung durch das
Studium insgesamt stärken. Dies bedeutet nicht die
Vorbereitung auf einen konkreten Beruf, sondern
meint eine grundlegende akademische Ausbildung,
die einer Vielzahl möglicher Einsatzfelder gerecht
werden soll. Das Studium soll dafür insbesondere
auch fachübergreifende Schlüsselqualifikationen
vermitteln und sich an möglichen Berufsfeldern
orientieren. Darüber hinaus soll sich ein Hochschul-
studium mehr und mehr als Element einer konti-
nuierlichen Bildungsbiografie durchsetzen, die mit
einem ersten akademischen Abschluss nicht ab-
geschlossen ist. Lebenslanges Lernen heißt dann,
dass sich Studien- und Berufszeiten abwechseln.
Insgesamt gewinnen Konzepte für Employability und
insbesondere Lebenslanges Lernen an den Hoch-
schulen erst langsam an Bedeutung. Zwei Beispiele:
Bundesweit integrieren nur 7 Prozent der Studien-
gänge ein Praxissemester in den Studienplan. Und
von allen Studiengängen sind lediglich 4 Prozent
als weiterbildende Master konzipiert, die sich
explizit an Studieninteressierte mit Berufserfah-
rung richten.
Die Ergebnisse des Länderchecks
Die Steigerung der Employability von Studierenden
und die Weiterentwicklung des Lebenslangen Lernens
lassen sich derzeit nur schwer zwischen den Bundes-
ländern vergleichen. Eine statistische Aufbereitung
der Maßnahmen ist nur für Teilaspekte möglich.
Für den Ländercheck wurde deshalb untersucht,
wie stark der Praxisbezug im Studium als ein zen-
trales Element von Employability ist und welche
formalen Bildungsangebote im Bereich Lebens-
langes Lernen zur Verfügung stehen.
Mit Hilfe der gewählten statistischen Indikatoren
können zum ersten Mal Hinweise auf Unterschiede
zwischen den Bundesländern bei Maßnahmen der
Hochschulen zu Employability und Lebenslangem
Lernen geliefert werden. Während beispielsweise
in Bremen fast 20 Prozent der Studiengänge ein
Praxissemester vorschreiben, sind es im Saarland
gerade einmal 2 Prozent. Der Anteil weiterbildender
Masterstudiengänge ist in der Hauptstadt der Wei-
terbildung, Berlin, mit einem Anteil von 10 Prozent
an allen Studiengängen am höchsten. Thüringen
liegt hier mit 0,9 Prozent am Ende der Skala.
In der Gesamtbewertung zur Verbindung von Beruf
und Studium bilden Berlin und Hamburg sowie Bran-
denburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz
und Sachsen die Spitzengruppe. Das Schlusslicht in
der Gesamtbewertung ist Thüringen. Aber auch Baden-
Württemberg, Nordrhein-Wesfahlen und das Saarland
erreichen nur mäßige Bewertungen.

Spitzengruppe
Mittelgruppe
Schlussgruppe
Praxisbezug
Lebenslanges Lernen